Vitamin C zählt zu den bekanntesten wasserlöslichen Vitaminen.

Im Jahr 1933 wurde die Strukturformel von Vitamin C erstmals korrekt formuliert, bald darauf kam es zur Vitamin-C-Syntese und schon im Herbst des gleichen Jahres wurden die ersten Vitamin C-Präparate hergestellt.
Seine chemische Bezeichnung lautet Ascorbinsäure. Vitamin C befindet sich in vielen Nahrungsmitteln, besonders in frischen Früchten (Hagebutten, schwarze Johannisbeeren, Apfelsinen und Zitronen) sowie in Kartoffeln, Paprika und Kohlarten. Da der Körper selbst keine Vitamine produzieren kann, müssen wir das Vitamin über Nahrungsmittel aufnehmen. Mit Abstand benötigen wir vom Vitamin C die größte Tagesmenge (50-100 mg).
Das Fehlen von Vitamin C in der Nahrung führt zu der als Skorbut bezeichneten Krankheit, die sich durch Haut- und Zahnfleischblutungen und in schweren Fällen durch Zahnausfall bemerkbar macht. Viele Seefahrer erkrankten an Skorbut, da sie auf ihren langen Reisen auf hoher See nicht ausreichend frisches Gemüse oder Obst an Board hatten.
In der Lebensmittelindustrie wird Vitamin C Fleisch- und Wurstwaren zugegeben, um deren Nitrit-Gehalt zu reduzieren. Auch Bier und andere Lebensmittel, die nicht in Deutschland hergestellt werden, enthalten Vitamin C als Konservierungsmittel und dient damit der Erhöhung der Haltbarkeit.
Ascorbinsäure reagiert sauer und hat dadurch eine antimikrobielle Wirkung. Ascorbinsäure hat eine weitere wichtige Eigenschaft: Sie ist ein starkes Reduktionsmittel und oxidiert demnach in Gegenwart von Luftsauerstoff besonders schnell. Diese Eigenschaft nutzt man vor allem bei frisch aufgeschnitten Obst, welches an der Luft schnell oxidiert. Die Oxidation des Obsts macht sich durch eine Braunfärbung bemerkbar. Durch Zugabe von Ascorbinsäure auf Obst kann die Oxidation verhindert werden, da Ascorbinsäure selbst oxidiert. Dieses Phänomen kennen viele aus dem Alltag: Obstsalat lässt sich durch Zugabe von Zitronensaft (enthält Ascorbinsäure) haltbar machen.

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